Ärztinnen und Praxen

Für wen kommt eine Kur in Frage?

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

Das Müttergenesungswerk unterstützt nicht nur Mütter, Väter und Pflegende bei der Beantragung von Kurmaßnahmen, sondern auch medizinisches Fachpersonal.

Für Frauen und Männer in Familienverantwortung gelten die §§ 24 und 41 SGB V, aus denen sich ein Anspruch auf eine medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme ergibt. Voraussetzung für die Gewährung einer Leistung nach §§ 24 und 41 SGB V ist das Vorliegen eines Gesundheitsproblems. Das Gesundheitsproblem steht hier im direkten Zusammenhang mit den mütterspezifischen und väterspezifischen Beanspruchungen und Belastungen in der Familie sowie weiteren negativen Kontextfaktoren. Für die erfolgreiche Behandlung sind die Entlastung von den Alltagsaufgaben durch eine Herausnahme aus dem häuslichen Umfeld sowie ein mehrdimensionaler Behandlungsansatz erforderlich.

Weitere Informationen dazu finden Sie auch in der Begutachtungsanleitung „Vorsorge- und Rehabilitation“.

Hier können Sie sich online über die Kliniken und deren Schwerpunkte informieren. Oder Sie bestellen unser Klinikjahrbuch kostenlos im Service-Bereich.

 

Sicherheit durch ärztliche Beratung

 

Bundesweit einheitliche Verordnungsformulare für Vorsorgemaßnahmen

Ab dem 1. Oktober 2018 gibt es für Vorsorgemaßnahmen für Mütter/Mutter-Kind und Väter/Vater-Kind ein neues Verordnungsformular (Muster 64) sowie für Kinder, bei denen ein Gesundheitsproblem vorliegt. Das "Ärztliche Attest Kind" (Muster 65) sollte beigefügt werden bei Gesundheitsstörungen, z. B. psychische Auffälligkeiten, Erkrankungen, ebenso wie z. B. bei Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen oder anderen Faktoren, die als Information für die Klinikzuweisung wichtig ist. Alle Kinder, die an der Mutter-Kind-Maßnahme oder Vater-Kind-Maßnahme teilnehmen sind auch auf dem Vorsorge-Verordnungsformular (Muster 64) der Mutter/ des Vaters mit aufzuführen.

Die neuen Verordnungsformulare sind in Ihrer ärztlichen Praxissoftware hinterlegt oder können per Blankoformularbedruck ausgestellt werden.

Für die Rehabilitationsmaßnahmen verwenden Sie bitte weiterhin das bekannte Verordnungsformular Muster 61. Wenn Sie eine Rehabilitationsmaßnahme verordnen stellen Sie in jedem Fall das „Kinderattest“ aus, da auf dem Verordnungsformular 61 keine Möglichkeit vorgesehen ist, die mitaufzunehmenden Kinder anzugeben.

Zur Information finden Sie rechts die Mustervorlagen aller Verordnungsformulare.

Als Ärztin oder Arzt entscheiden Sie, ob eine Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme beantragt wird. Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen nach §§ 24 und 41 SGB V werden im Müttergenesungswerk für Mütter allein oder als Mutter-Kind-Maßnahme sowie als Vater-Kind-Maßnahme angeboten.

Gut zu wissen:

  • Für Maßnahmen nach §§ 24 und 41 SGB V gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“ ausdrücklich nicht.
  • Die Versicherten haben ein gesetzlich festgelegtes Wunsch- und Wahlrecht. Die Krankenkassen müssen bei der Wahl der Klinik die berechtigten Wünsche der Versicherten berücksichtigen.

Kurmaßnahmen für Pflegende werden, sofern sie nicht Mütter oder Väter in Erziehungsverantwortung sind, nach §§ 23 und 40 SGB V durchgeführt. Hier gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“ Deshalb ist es wichtig, dass Sie darauf hinweisen, dass ambulante Leistungen ausgeschöpft, nicht ausreichend/zielführend oder im Alltag nicht umsetzbar sind. Für Vorsorgemaßnahmen gilt das entsprechende Attest der zuständigen Krankenkasse und ist auch dort erhältlich. Für Rehabilitationsmaßnahmen ist auch das Verordnungsformular 61 zu verwenden. 

Warum eine Kurmaßnahme beim Müttergenesungswerk?

Das besondere Angebot des Müttergenesungswerks liegt in der integrierten Versorgung. Es hält ein Gesundheitsnetzwerk bereit, in dem vorbereitende Beratung, stationäre Vorsorge- und Rehabilitionsmaßnahmen in den vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken und Nachsorgeangebote vor Ort eng miteinander verzahnt und bundesweit einzigartig ist. Die "Therapeutische Kette" ist die Gewähr für langfristige gesundheitliche Erfolge. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Ihre PatientIn mit dem/n von Ihnen ausgestelltem/n Verordnungsformular/en (wieder) in die Beratungsstelle geht. Denn die rund 1.200 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden unterstützen auch Ihre PatientIn bei Antragsstellung, Klinikauswahl und bei der Nachsorge am Wohnort.

Die vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken bieten höchste Qualität, sie arbeiten nach den einzigartigen Qualitätskriterien des Müttergenesungswerks. Die Arbeit in den Kliniken ist durch Geschlechtsspezifik und Ganzheitlichkeit geprägt und spiegelt sich in den indikationsdifferenzierten therapeutischen Konzepten und Angeboten der Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen wider.

Informationen & Atteste für ÄrztInnen / Praxen

Beratungsstelle suchen

Eine ausführliche und individuelle Beratung rund um alle Fragen zu den Kurmaßnahmen im Müttergenesungswerk erhalten Sie kostenlos in einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe.

 

Bestellen Sie Informationsmaterial für Ihre Patientinnen und Patienten zum Auslegen in der Praxis.

Vorsorge

Vorlage (Muster) des Verordnungsformulars 64

Rehabilitation

Vorlage (Muster) des Verordnungsformulars 61.

Attest Kind

Vorlage (Muster) des Verordnungsformulars 65