Hoher Besuch in Grünhain: Daniela Schadt besucht Vater-Kind-Kurmaßnahme des Müttergenesungswerks (MGW)

Am 14. Oktober besucht die Lebensgefährtin von Bundespräsident Gauck und Schirmherrin des Müttergenesungswerks das AWO Gesundheitszentrum am Spiegelwald. Schwerpunkt des Besuchs ist das Vater-Kind-Kurkonzept.

Mütter und Väter leiden ähnlich unter überhöhten Rollenerwartungen und Stress im Familienalltag – doch sie werden anders krank. Das Müttergenesungswerk entwickelte daher 2014 das bundesweit einzige qualitätsgeprüfte spezifische Vater-Kind-Kurkonzept. Davon will sich die Schirmherrin des Müttergenesungswerks Daniela Schadt vor Ort ein Bild machen. Am 14. Oktober 2016 besucht sie die vom Müttergenesungswerk anerkannte Mutter-/Vater-Kind-Vorsorgeklinik Grünhain, AWO Gesundheitszentrum am Spiegelwald. „Das Qualitätskonzept für Väter im Müttergenesungswerk ist vielversprechend und zukunftsweisend. Davon habe ich mich heute überzeugen und über die konkrete Arbeit, die gesundheitliche Situation der Väter und Kinder informieren können. Besonders freue ich mich, dass es während meiner Schirmherrschaft zur Öffnung des MGW für Väter gekommen ist und dass diese Öffnung den Boden für ein Kurkonzept für pflegende Angehörige bereitet hat“, so Daniela Schadt über ihren Besuch in Grünhain. Die Klinik in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt Südsachsen ist mit dem MGW-Qualitätssiegel ausgezeichnet und hat als eine von 16 Kliniken im MGW-Verbund ein geprüftes Väterkonzept.

Eine Kur für Väter? Steigender Bedarf an speziell zugeschnittenen Maßnahmen

Der Bedarf für väterspezifische Vorsorge-/Rehamaßnahmen steigt auffällig, um 24% im Jahr 2015 auf rund 1.500 Väter. Das Müttergenesungswerk hat 2015 erstmals Gesundheits- und Sozialdaten von Vätern erhoben. Die Belastungen und Gesundheitsstörungen von Müttern und Vätern sind verschieden, aber auch sie leiden unter ständigem Zeitdruck, beruflicher Belastung und Problemen der Vereinbarkeit von Beruf und Kindern. „Das Profil des Müttergenesungswerks sind zielgruppenspezifische Kurmaßnahmen. Einen nachhaltigen Erfolg erzielen wir durch die Einbeziehung der Lebenssituation und Rollenbilder in die Therapien. Wir sind stolz, dass wir auch bei der Vätergesundheit bundesweit Vorbild sind“, so Anne Schilling, Geschäftsführerin der Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk.

Zielgruppenorientierte geschlechtsspezifische Medizin ist heute als Gendermedizin in aller Munde. Mit den speziellen Maßnahmen für Väter und Kinder trägt das Müttergenesungswerk diesem Bedarf Rechnung.

Väter willkommen: Das AWO Gesundheitszentrum am Spiegelwald

In der waldreichen Landschaft des Erzgebirges liegt die Mutter-/Vater-Kind-Vorsorgeklinik in Grünhain, die seit Ende 2014 Vater-Kind-Maßnahmen in der spezifischen Therapieform anbietet. Welche Gründe führen Väter in eine Kurmaßnahme in das AWO Gesundheitszentrum? „Wir bieten Vätern auf sie zugeschnittene Therapien und einen Austausch untereinander, um in einer geschützten Männer-Runde offen über Belastungen und Probleme zu sprechen. Dazu kommen männerspezifische Aktivitäten und Bewegungsangebote, die Stärkung der Vater-Kind-Beziehung und die alltagstaugliche Unterstützung für ihre Lebenssituation“, beschreibt Einrichtungsleiterin Elvira Kosuch das Konzept der Vater-Kind-Maßnahme.

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