Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung besucht vom Müttergenesungswerk anerkannte Mütterklinik St. Marien in Wertach

Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Bevollmächtigter für Pflege und Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, besuchte heute die Klinik St. Marien in Wertach.

Die Klinik ist eine von insgesamt fünf Vorsorge- und Rehabilitationskliniken bundesweit, die unter dem Dach des Müttergenesungswerks (MGW) nicht nur Kurmaßnahmen für Mütter, sondern auch besondere Schwerpunktmaßnahmen für Frauen, die Angehörige pflegen, anbieten.

 

Rund 70 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt, hauptsächlich von Frauen. Ein Drittel der Pflegenden erkrankt jedoch aufgrund der zusätzlichen Belastungen selbst. „Viele, die Familienangehörige pflegen, wissen nicht, dass sie Anspruch auf eine Kurmaßnahme zur Vorsorge oder Rehabilitation haben. Mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz haben wir eine Tür geöffnet, um dies zu ermöglichen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl an Pflegebedürftigen und den gesundheitlichen Belastungen durch die Pflege müssen wir jetzt darüber informieren, dass solch innovative Kurmaßnahmen wie in den Kliniken des Müttergenesungswerkes helfen können. St. Marien ist ein Beispiel für ein besonderes geschlechtsspezifisches Therapiekonzept, um die Gesunderhaltung von pflegenden Frauen zu fördern“, erläuterte Karl-Josef Laumann.

 

„Das Einzigartige des Müttergenesungswerks ist der frauenspezifische Ansatz bei Kurmaßnahmen. Das hat auch eine Studie des Bundesgesundheitsministeriums bestätigt. Denn auch in der Pflege kommen unterschiedliche Rollenbilder zum Ausdruck - wir wissen, dass bereits heute ein Viertel aller Mütter Angehörige pflegen und wir wissen auch, dass Frauen und Männer unterschiedlich pflegen. Die Kliniken im MGW-Verbund haben jahrzehntelange Erfahrung bei geschlechtsspezifischen Therapieangeboten, die die Lebenssituation von Frauen berücksichtigen. Wir freuen uns deshalb sehr, dass der Pflegebevollmächtige mit seinem Besuch unsere Arbeit für Pflegende unterstützt“, ergänzte Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks in Berlin.

 

Markus Erhart, Klinikleiter von St. Marien, betont mit Stolz: „St. Marien ist auf die Bedürfnisse von Frauen in Familienverantwortung ausgerichtet. Frauen, die Angehörige pflegen, sind hochgradig belastet und leiden unter physischen und psychischen Erschöpfungszuständen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sie, ähnlich wie Mütter, einen 24-Stundentag haben und dass die ganzheitlichen medizinischen und psychosozialen Therapien gute Wirkungen zeigen“.

 

Seit 2013 sind Pflegende und Väter im Müttergenesungswerk genauso gut aufgehoben wie Mütter es schon seit über 65 Jahren sind. Mit der „Zustiftung Sorgearbeit“ werden in ausgewählten, vom MGW anerkannten Kliniken Kurmaßnahmen für Pflegende und Mütter sowie für Väter in Familienverantwortung ermöglicht.

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