Unsere Geschichte

30ffc11a-0ac1-4af2-93cd-c61299ea7b66_blume-blau-transparent1960 Expansion

Aufgrund der großen Nachfrage expandiert das MGW stark. Bis zu 187 Einrichtungen nehmen bis zu 80.000 Mütter jährlich auf. Auch auf politischer Ebene verzeichnet das MGW Erfolge: 1962 wird die „Müttergenesung“ im Bundessozialhilfegesetz verankert. Aus Spenden- und Sammlungsgeldern werden ein großer Teil der Kurkosten für Mütter abgedeckt. Mütter leiden an schweren Erschöpfungszuständen und neurovegetativen Störungen. Das MGW passt seine Arbeit den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen an und verstärkt sein psychosoziales und medizinisches Angebot. Der frauenspezifische, ganzheitliche Ansatz bleibt erhalten. Durch intensive medizinisch-therapeutische Behandlung lernen Mütter, Zusammenhänge zwischen belastenden Lebensumständen und ihren Krankheiten zu erkennen und Strategien für Veränderungen zu erarbeiten.

30ffc11a-0ac1-4af2-93cd-c61299ea7b66_blume-blau-transparent1980 Etablierung

1983 werden Mutter-Kind-Maßnahmen offiziell anerkannt. Bereits 1985 bieten 34 von 118 Einrichtungen Mutter-Kind-Maßnahmen an. 1989 gelingt dem MGW ein großer Erfolg: Kurmaßnahmen für Mütter werden zu Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen (§§ 24, 41 SGB V), jedoch liegt die finanzielle Bezuschussung im Ermessen der Kassen.

30ffc11a-0ac1-4af2-93cd-c61299ea7b66_blume-blau-transparent2000 Gegenwind

Der wirtschaftliche Druck auf dem Gesundheitsmarkt wird stärker. Krankenkassen gehen dazu über, Vorsorge- und Rehamaßnahmen nur noch anteilig zu finanzieren. Für viele Mütter wird die Finanzierung einer Kur damit unmöglich – die Lücke kann mit MGW-Spendengeldern nicht mehr geschlossen werden. Das MGW verstärkt seine politische Arbeit, um Gesetzesänderungen zu erreichen. 2002 gelingt dem MGW ein weiterer großer Erfolg: Krankenkassen sind nun verpflichtet, Mütter- und Mutter-Kind-Maßnahmen voll zu finanzieren. Statt der erwarteten Zunahme sinken die Bewilligungen bis 2006 um rund 40 Prozent. Mit der Gesundheitsreform 2007 werden Vorsorge- und Rehamaßnahmen zu Pflichtleistungen der Krankenkassen. In Anerkennung der Tatsache, dass Mütter 24 Stunden am Tag „im Dienst“ sind, gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“ nicht.